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Der Freitag, den 02. Sept. 1892 war für Dipperz ein unheilvoller Tag, denn um halb 10 Uhr erscholl der Ruf durchs Dorf: „Feuer“. Im Anwesen des im südlichen Teil des Dorfes wohnenden Hüttners und Schuhmachers Pius Detig (heute Bethmann) war auf unerklärliche Weise Feuer ausgebrochen. Die große Dürre des vorangegangenen Sommers, die große Wasserknappheit und der Südwestwind begünstigten das Feuer. Somit waren in wenigen Stunden 17 Wohnhäuser mit 37 Stallungen und die Kirche dem Brand zum Opfer gefallen. Die Glocken in dem fast 500jährigen Turm hatten zum letzten Mal Alarm geschlagen. Nun lagen sie zerschmolzen in der heißen Glut. Viele Einwohner waren auf dem Felde bei der Arbeit, als sie nach Hause kamen, lag ihr Anwesen in Schutt und Asche. Oder Nachbarn hatten die Türen eingeschlagen, um Kinder zu retten. Ein schwerkranker Knabe wurde im Bettuch aus einem brennenden Haus getragen. Nach dem großen Brand setzte von allen Seiten eine ebenso große Hilfsaktion ein. Zwei Häuser wurden noch im selben Jahr im Rohbau erstellt, und im Jahre 1894 wurde eine neue Kirche geplant. Im Mai 1895, Christi-Himmelfahrt, war die Grundsteinlegung und am 5. Mai 1896, auch auf Christi-Himmelfahrt, wurde die Kirche eingeweiht. Es blieb allerdings noch viel zu tun. Nach dem großen Brand sah es in Dipperz trostlos aus. Es war ein trauriges Bild. Ein Ausruf von Pfarrer Ney, als das Feuer auf die Kirche übergriff: „Alleweil brennt`s erst richtig“. |